Die Tschernobyl-Atomkatastrophe ist längst vorbei? Von wegen!

Viele Menschen neigen dazu, vergangene Katastrophen zu vergessen und zu verharmlosen, wenn Sie nur lange genug zurückliegen. Sie glauben sie hätten keine Auswirkungen mehr auf Ihr heutiges Leben. Ein besonders krasses Beispiel für diese Fehleinschätzung ist der atomare Super-GAU von Tschernobyl, gestern vor 34 Jahren.

Auch heute noch hat dieser Super-GAU gravierende finanzielle, ökologische und gesundheitliche Auswirkungen auch auf uns, aber besonders in Weißrussland, in der Ukraine und in Russland. Diese Folgen zeigen nach wie vor, dass die Atomenergie völlig unverantwortbar ist, denn jederzeit können gerade in den alten, maroden osteuropäischen, ukrainischen und russischen Atomkraftwerken, aber auch in Frankreich, der Schweiz, England, Belgien, Deutschland und sonst wo Super-GAUs stattfinden. Die Beschwichtigungen, dass so etwas nicht wieder passieren könne, haben die gleiche Qualität, wie die damaligen Beschwichtigungen vor den Unfällen in Tschernobyl oder Fukushima. Die Erfahrung zeigt: Statistisch gesehen ereignet sich weltweit ein Super-GAU etwa alle 10 Jahre. Der letzte Super-GAU in Fukushima liegt nun 9 Jahre zurück und immer noch sind über 400 Atomreaktoren, meist uralte in Betrieb und immer noch werden zwar wenige, aber neue Atomreaktoren gebaut.

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Globale Methanemissionen steigen auf Rekordhoch – Investitionen in Erdgas sind verantwortungslos

Noch immer hält sich hartnäckig die Meinung, dass Erdgas eine notwendige Übergangstechnologie auf dem Weg zu 100 % Erneuerbaren Energien sei. Begründet wird dies mit den geringeren CO2-Emissionen von Erdgas beim Verbrennen in Kraftwerken oder Heizungen, im Vergleich zu Kohle oder Erdöl. Doch dabei wird oft bewusst verschwiegen oder einfach übersehen, dass in der Vorkette der Bereitstellung von Erdgas bereits hohe Methanemissionen auftreten, infolge von Leckagen bei den Bohrlöchern und Pipelines. Dabei ist Methan wesentlich klimaintensiver als CO2. Neben den genannten Erdgasleckagen sind die Massentierhaltung von Rindern, der Reisanbau und insbesondere das zunehmende Auftauen von Permafrostböden die Ursache für Methanemissionen.

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100% Erneuerbare Energien sind weltweit für Umwelt und Wirtschaft vorteilhaft

Am 20.04.2020 hat die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) ihren ersten Global Renewables Outlook veröffentlicht, unter dem Titel „Energy Transformation 2050“. Dieser stellt heraus, dass die Umstellung auf Erneuerbare Energien keine ökonomische Belastung ist, sondern – nach den Annahmen der IRENA – sieben Millionenneue Jobs entstehen lässt und, dass die Kosten eines erneuerbaren Energiesystems immer weiter unter den langfristigen Kosten ein konventionellen fossil/atomaren Energieerzeugung liegen werden. 

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