Agri-PV erhält endlich mehr öffentliche Wahrnehmung

Es hat in Deutschland vier Jahrzehnte gedauert, bis nach den ersten Vorschlägen insbesondere durch den Gründer des Fraunhofer Institut für Solare Energietechnik (ISE) in Freiburg, Professor Adolf Goetzberger, die Doppelnutzung auf dem Acker mit Feldfrüchten und solare Energiegewinnung eine ernsthafte gesellschaftliche Entwicklung aufgenommen hat.

Dabei liegen die Vorteile seit jeher auf der Hand: So können Flächen mit einer Doppelnutzung effizienter genutzt werden, Ausbaupotenziale für die Energiewende werden erschlossen, Wüsten können im Schatten von PV-Anlagen wieder begrünt werden, der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft kann durch Beschattung reduziert werden, der Solarstrom kann auch für Wassergewinnung z.B. für Meerwasserentsalzung genutzt werden. Zudem bieten Solaranlagen über Feldfrüchten auch Schutz vor Hagel oder Starkregen oder in Sonderkulturen wie Gemüse, Obst und Wein vor den mit zunehmender Erderwärmung zunehmenden Hitze- und Sonnenbrandschäden.

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Es gibt keine Renaissance der Atomenergie – auch nicht mit neuen kleinen modularen Atomreaktoren

Seit Jahren geistert in den Medien die Renaissance der Atomkraft herum, mit neuen modularen kleinen Atomreaktoren (SMR). Insbesondere das medial hochgepushte Buch von Bill Gates zur Bekämpfung des Klimawandels stellt die Atomenergie als Lösung für das Klimaproblem in den Mittelpunkt und darin insbesondere neue kleine modulare Kernreaktoren. Offensichtlich ist es ein Versuch, seine massiven Fehlinvestitionen in seine Atomfirma Terra Power noch irgendwie zu retten. Gates behauptet wie viele andere Atombefürworter, dass neue Reaktorkonzepte, kostengünstig Strom erzeugen könnten, schnell zu bauen seien und gleichzeitig die Sicherheits- und Atommüllprobleme lösen würden. Doch wissenschaftlich belastbare Belege konnte bisher niemand aus der Atomszene für solche Behauptungen vorlegen, geschweige denn ein realisiertes kommerzielles Projekt dazu. Außer vielen Konzepten auf dem Papier gibt es dazu nichts Greifbares.

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Ausgerechnet flexible Biogasanlagen geraten in die Mühlen der katastrophalen Energiepolitik von Union & SPD

Die Bioenergiebranche steht mit der jüngsten EEG-Novelle 2021 mit dem Rücken zur Wand. Ausgerechnet die Anlagen, die in den letzten Jahren aktiv in die Flexibilität investierten, erhalten rückwirkend eine Verschlechterung des ihnen in früheren EEG-Novellen gesetzlich garantierten Flexibilitätszuschlags.

Dies kommt einem enteignungsgleichen Eingriff in das Eigentum nahe, wie ein juristisches Gutachten im Auftrag der Bioenergieverbände aufzeigt. Kein Wunder, dass die Biogasverbände eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vorbereiten.

Die Änderung gegenüber dem Entwurf der EEG-Novelle 2021 wurde so kurzfristig in den Wirtschaftssauschuss des Bundestages eingebracht, dass niemand dies vor der endgültigen Verabschiedung im Bundestag mitbekommen konnte, geschweige denn vor der Beschlussfassung dazu hätte Stellung beziehen können.

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