Ärztetag: Klimawandel überschreitet die Dimension der Covid-19 Pandemie

Am 1. und 2. November dieses Jahrs fand der 125. Deutsche Ärztetag statt. Medien berichteten ausführlich über den Beschluss und die Empfehlungen zur Corona Politik, im Wesentlichen: Impfen und Kontaktvermeidung. Dass es auf dem Ärztetag aber auch vor allem um die Warnungen vor den Gesundheitsgefahren durch den Klimawandel ging, wurde in den großen Medien so gut wie gar nicht berichtet.

Dabei stellten die deutschen Ärzte fest:

Der menschengemachte Klimawandel bedroht schon heute große Teile der Bevölkerung. In seinen Dimensionen überschreitet er die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Hitzewellen und andere extreme Wetterereignisse, neuartige Krankheitserreger, veränderte Vegetationszeiten mit verlängertem Pollenflug, Nahrungsunsicherheit – die Klimakrise wirkt sich auf viele Weisen negativ auf die Gesundheit aus.

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Für 100 Prozent Erneuerbare bis 2030 fehlt nur noch der politische Wille

Klimareporter veröffentlichte vergangenen Montag, den 15.11, meinen Gastbeitrag über fehlenden politischen Willen zum Ausbau 100% Erneuerbare Energien.

Es gibt keine Ausreden mehr: Der rasche Umstieg auf die Komplettversorgung mit erneuerbaren Energien in allen Sektoren ist klimapolitisch notwendig, technisch machbar – und rechnet sich sogar ökonomisch.

Bereits heute führt die Klimaerhitzung um bisher 1,2 Grad zu immer dramatischeren Katastrophen auf der ganzen Erde. Neueste Klimaforschung macht deutlich, dass schon 2030 die Grenze von 1,5 Grad aus dem Pariser Klimavertrag überschritten sein wird.

Daher darf die Menschheit spätestens ab 2030 keine Emissionen mehr in die Atmosphäre entlassen und muss gleichzeitig möglichst viel CO2-Senken organisieren. Alles andere führt in eine unbeherrschbare irdische Heißzeit, in welcher es keine menschliche Zivilisation wie heute mehr geben kann.

Eine Welt ohne Treibhausgasemissionen ab 2030 bedeutet vor allem eine Energieversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien ab 2030, denn die Verbrennung von Erdöl, Erdgas und Kohle verursacht rund 60 Prozent der Treibhausgasemissionen.

Eine Umstellung der Energieversorgung in allen Energiesektoren ist auch in Deutschland bis 2030 technisch und ökonomisch machbar, scheiterte aber in den letzten zehn Jahren am fehlenden politischen Willen der Bundesregierungen unter Kanzlerin Merkel.

Wäre die vom ursprünglichen Erneuerbare-Energien-Gesetz im Jahr 2000 angestoßene exponentielle Wachstumsdynamik weitergelaufen – ergänzt durch eine Systemintegration mit Speichern –, hätte möglicherweise schon um 2020 herum eine 100-prozentige Deckung mit Ökostrom erreicht werden können.

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