Wird Merkel wieder Klimakanzlerin?

Deutschland unterstützt die schärferen Klimaziele des "Green Deal" der Europäischen Union. Das ist eine gute Nachricht. Denn bisher gehörte Deutschland eher zu den Bremsern in der europäischen Klimapolitik. Von Franz Alt

Jetzt wollen Frankreich und Deutschland gemeinsam den "Green Deal" voranbringen. Und dieser soll in Europa eine grüne Wirtschaft in die Gänge bringen.

Das heißt: Das Geld, das jetzt die nationalen Regierungen und die EU in die Hand nehmen, um nach der Corona-Krise die Wirtschaft anzukurbeln, soll nach einer Ankündigung von Kommissionsvize Frans Timmermann, nicht in die "alte Wirtschaft" gesteckt, sondern nachhaltig angelegt werden.

Die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze assistiert: "Die deutsche Ratspräsidentschaft ist entscheidend für Erfolg oder Misserfolg des Green Deal". Die deutsche Präsidentschaft beginnt im Juni 2020. Das französische und das deutsche Umweltministerium haben einen Plan ausgearbeitet, in dem steht: "Der EU-Green Deal bietet einen umfassenden Rahmen für einen Wiederaufbauplan, mit dem die Wirtschaft auf nachhaltige und innovative Weise gefördert werden soll," berichtet die Süddeutsche Zeitung.

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Ein ökologisches Wirtschaftswunder ist möglich

Corona, Corona, Corona! Hände waschen, Abstand halten, Mund- und Nasenschutz! Wir haben begriffen und wir bemühen uns weiter. Corona hat die Gesellschaft gelähmt, die Wirtschaft abstürzen lassen und die Zahl der Arbeitslosen nach oben getrieben. Das alles darf aber doch nicht dazu führen, dass die Politik und wir Journalisten uns nur noch mit diesem einen Thema beschäftigen. Von Franz Alt

Die Welt erlebt zwei Pandemien gleichzeitig

Die aktuelle Corona-Pandemie, aber auch und schon seit Jahrzehnten die fossile Pandemie, das heißt das viel zu schnelle Verbrennen fossiler Rohstoffe wie Kohle, Gas, Öl oder auch Benzin und Diesel. Wir verbrennen heute an einem Tag so viele fossile Rohstoffe wie die Natur in einer Million Tagen angesammelt hat. Das kann langfristig nicht gut gehen.

Diese fossile Pandemie zerstört unsere Lebensgrundlagen. Das wissen wir bereits seit 1972 als der Club of Rome seine "Grenzen des Wachstums"

veröffentlichte. Auf der Agenda der Weltpolitik steht die Klimaerhitzung seit der ersten großen Umweltkonferenz in Rio im Jahr 1992. Beim Pariser Klimagipfel 2015 haben sich alle 196 Regierungen plus die EU feierlich verpflichtet, diese fossile Pandemie so zu bekämpfen, dass das globale Klima nicht mehr als 1,5 Grad, höchstens aber zwei Grad ansteigt.

Alles leere Versprechen. Im Jahr 1992, also zur Zeit des Rio-Erdgipfels, haben wir global etwa 20 Milliarden Tonnen Treibhausgase emittiert, heute sind wir bei circa 44 Milliarden Tonnen pro Jahr.

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Eine Senkung der EEG-Umlage wird anders als es Union und Grüne behaupten, die hohen Haushaltsstrompreise in Deutschland nicht senken - Lesen Sie dazu meinen Kommentar und einen Gastbeitrag von Dr. Norbert Allnoch

Seit über einem Jahrzehnt wird versucht den Erneuerbaren Energien in Deutschland den schwarzen Peter für die hohen Haushaltsstrompreise in die Schuhe zu schieben. Nichts davon ist wahr. Immer mehr springen dennoch auf den vermeintlich sinnvollen, aber falschen Zug auf, eine Senkung der Strompreise über eine Senkung der EEG-Umlage zu fordern. Erstmals hatte dies im Oktober 2019 der Vorstand der CDU gefordert

Die Nähe der CDU zu den Großkonzernen der fossilen und atomaren Energieversorgung ist bekannt, daher ist deren Beschluss zwar nicht weiter überraschend aber umso mehr gefährlich.

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Rettung der Fluggesellschaften muss an ökologische Erneuerung des Luftverkehrs geknüpft werden

Wie stark der Flugverkehr vor der Coronakrise das Klima und die Umwelt verschmutzte, hat Gero Rueter, Journalist der Deutschen Welle (DW) nochmal eindringlich in einem lesenswerten Beitrag in Erinnerung gerufen und dabei mögliche Wege aufgezeigt, wie sich Fluggesellschaften unter ökologischer Erneuerung auch ökonomisch wieder retten können.

So trägt der Flugverkehr mit circa 9 % der weltweiten Klimagasemissionen erheblich zur Überhitzung des Weltklimas bei. Luftschadstoffe wie Ruß oder Stickoxide aus den Verbrennungsgasen oder die enorme Lärmbelastung in Flughafennähe machen viele Menschen krank. Als Risikogruppe sind diese Menschen dann in der jetzigen und in zukünftigen Pandemien besonders gefährdet. Auch um die Gesundheit der Menschen zu befördern, darf es kein Zurück zu einem Flugverkehr wie vor der Coronakrise mehr geben.

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