Agro-Photovoltaik ins EEG: Agrar- und Energiewende vereinen

Der Klimawandel erfordert nicht nur die schnellstmögliche Beendigung jeglicher Emissionen und die bestmögliche Adaption an sich dramatisch verändernde klimatische Bedingungen, sondern auch den Erhalt und weitest möglichen Wiederaufbau verlorengegangener Biodiversität. In der voranschreitenden Klimakrise dürfen wir diese drei Ziele nicht gegeneinander auszuspielen, sondern müssen sie so effizient wie möglich verbinden. Denn die vorhandene Fläche in Deutschland ist begrenzt und bereits vielerorts durch landwirtschaftliche Nutzflächen in Beschlag genommen. Wie lassen sich nun Landwirtschaft, Biodiversität und erneuerbare Energiegewinnung nachhaltig vereinen?

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Anhörung im Sächsischen Landtag zum Antrag der AfD: Abschaffung des EEG

Es war schon ein besonderes Erlebnis, die kruden Gedanken der AfD gestern im Sächsischen Landtag zu erleben. Anlass war die Anhörung zu einem Antrag der AfD, das EEG abzuschaffen. Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte mich als Experten dazu geladen.

Neben den vielen aufblitzenden Zweifeln am menschengemachten Klimawandel, den auch die von der AfD geladenen Experten durchblicken ließen, war der Antrag der AfD gespickt von Unwahrheiten, Halbwahrheiten, Unwissenheit, einem völligen Ausblenden der Probleme der fossilen und atomaren Energien und falschen Zuordnungen gegen das EEG und die Erneuerbaren Energien insgesamt. Dagegen wurde die Atomenergie gelobt und weitere Forschungsmittel für sie eingefordert.

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Überraschung: EU-Parlament votiert für 60% Emissionsreduktion bis 2030

Es ist eine handfeste Überraschung und ein großer grüner Erfolg, der nicht zuletzt auch dank des unermüdlichen Einsatzes von CAN-Europe, dem Dachverband der europäischen Klimaschutz-NGOs, erreicht wurde.  Das EU-Parlament beschloss das EU-Klimaschutzziel von bisher 40% CO2-Reduktion bis 2030 auf 60% anzuheben. Das hatte kaum jemand für möglich gehalten. In den letzten Wochen gab es geradezu einen politischen Wettbewerb, wer die „stärksten“ Klimaschutzvorschläge macht.

Peter Altmaier hatte vorgeschlagen, auf EU-Ebene das Ziel der Klimaneutralität sogar vor 2050 zu erreichen. Kein Wunder, dass von ihm ein langfristiger Vorschlag kam, denn damit kann man ja sofortiges Handeln erst mal verhindern und auf nach 2030 verschieben. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen schlug 55% bis 2030 vor, Grüne wollten 60%, die Linken gar 70 %. CDU/CSU gingen selbst die 55% zu weit, genauso vielen Regierungen im Osten, insbesondere Polen und Tschechien.

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Aufbau Ost: Statt blühender Landschaften nun sterbende Wälder – Mein zwiespältiger Blick auf die Freudenfeiern zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung.

Ja auch mir stehen heute noch Tränen in den Augen, wenn ich daran denke, wie wir mit der ganzen Familie vor 30 Jahren erstmals ohne jegliche Schikanen über den bayerisch-thüringischen Grenzübergang Eußenhausen nach Meinigen fahren konnten. Unglaubliche Freude, mit Landsleuten einfach sprechen und feiern zu können, die nur 50 Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt lebten, die ich aber 30 Jahre meines Lebens nie besuchen und sprechen konnte. Seit meiner Kindheit waren wir viel in der Rhön wandern, direkt am Eisernen Vorhang und schauten nach drüben, direkt in die Häuser z.B. nach Birx, sahen die Menschen und konnten nie verstehen, warum wir nicht mit ihnen reden durften. (Auf dem Bild sehen Sie mich am ehem. Grenzübergang Eußenhausen, am 03.10.2020)

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