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Volksabstimmung Im Kanton Zürich klar gegen Erdöl- und Erdgasheizungen

Ein überraschend starkes Ergebnis lieferte die Volksabstimmung vor kurzem im Kanton Zürich für den Klimaschutz. Mit 62 % stimmten die Züricher*innen für die Abschaffung von Erdöl- und Erdgasheizungen.

Das Hauptziel des neuen Energiegesetzes ist, dass fossile Heizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch umweltfreundliche Varianten wie Wärmepumpen oder Fernwärme ersetzt werden. Auch Biogas wäre zulässig.

Noch immer verursachen die 120 000 Erdöl und Erdgasheizungen etwa 40% aller CO2 Emissionen im Kanton. Dennoch werden im Kanton Zürich aktuell mehr als die Hälfte aller Heizungen durch fossile Heizsysteme ersetzt. Damit ist mit dem erfolgreichen Volksentscheid nun Schluss. Weiter sollen die Subventionen für den ökologischen Umbau von Häusern von 45 auf 65 Millionen jährlich erhöht werden.

In der Schweiz gibt es schon andere erfolgreiche Kantone. In Basel-Stadt wurde mit dem neuen Energiegesetz 2017 quasi ein Verbot von Öl- und Gasheizungen erlassen. Seither hat der Anteil an erneuerbar erzeugter Energie bei neuen Heizungen kontinuierlich von 50 auf 94 Prozent zugenommen.

Im Kanton Freiburg werden 97 Prozent der alten Heizungen durch Wärmepumpen ersetzt. Dort können Öl- und Gasheizungen nur noch eingebaut werden, wenn mindestens 30 Prozent des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt ist. «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Leute sich dann zu 100 Prozent für erneuerbare Energien entscheiden und kaum jemand auf Mischformen setzt», sagte der Amtschef des Energiedepartements den Freiburger Nachrichten.

Die hohe Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung für den Umbau der klimaschädlichen Erdöl- und Erdgasheizungen ist ein gutes Signal für die Ampelkoalition in Deutschland. Sie hat vereinbart, ab 1. Januar 2025 muss jede neugebaute Heizung mit 65% Erneuerbaren Energien betrieben werden. Dies wird wie sich in den Schweizer Kantonen Freiburg und Basel-Stadt zeigt, zu fast nur noch 100% Erneuerbare Energien führen.

Die hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, wie sie sich im Züricher Volksentscheid zeigte, sollte die Ampelkoalition ermutigen in der gesetzlichen Umsetzung der Koalitionsvereinbarung ein Zieldatum weit vor 2025 reinzuschreiben. Denn der Klimaschutz erfordert sofortiges Handeln.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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