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Stadtwerk Haßfurt weltweiter Vorreiter für kommunale Energieversorgung mit 100% Erneuerbaren Energien

Im Rahmen der jährlichen Generalversammlung der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi wurde ein neues Weißpapier präsentiert, das die Bedeutung der Energieversorger beim weltweiten Fortschritt hin zu 100% erneuerbaren Energien aufzeigt. In diesem Papier findet sich auch eine Fallstudie zu einem deutschen Unternehmen wieder, der Stadtwerk Haßfurt GmbH, neben Energieversorgern aus den USA, Dänemark, Uruguay und vielen anderen. Der fränkische Energiedienstleister setzt seit Jahren verstärkt auf klima- und umweltfreundliche ganzheitliche Lösungen auf dem Weg zu einer möglichst dezentralen und emissionsfreien Energieversorgung.

Die Fallstudie beleuchtet die Entwicklung des Unternehmens seit der Entscheidung im Jahr 2012, auf 100% erneuerbare Energien umzustellen – zuerst im Stromsektor und anschließend auch in den Bereichen Wärme und Industrie. Flankiert werden diese Maßnahmen mit der Errichtung von Ladestationen für E-Autos, einer umfassenden Sektorenkopplung, einem Ausbau der Speicherkapazitäten und dem Aufbau von Wasserstoffkapazitäten.

Das Papier wurde von der Arbeitsgruppe „Towards 100%RE“ der IRENA Coalition for Action herausgegeben, die sich aus verschiedenen, international tätigen Nichtregierungsorganisationen (NGO), Verbänden, Unternehmen und Vertreter*innen der IRENA zusammensetzt. Ausgewählt wurden die Stadtwerk Haßfurt GmbH vom Forschungsnetzwerk Energy Watch Group (EWG), woraufhin die Fallstudie in enger Zusammenarbeit entstand. „Hier wurde frühzeitig erkannt, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien die Zukunft ist und unternehmerisch sinnvoll noch dazu. Darüber hinaus sticht das Unternehmen besonders durch seine Bürgernähe und sektorübergreifende Strategie auf dem Weg zu Null Emissionen heraus“ erklärte Hans-Josef Fell, Präsident der EWG und ehemaliger Bundestagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen, die Entscheidung für das Unternehmen. „Am Beispiel der Stadtwerk Haßfurt GmbH zeigt sich, wie schnell und erfolgreich die Umstellung auf 100% Erneuerbare vorangetrieben werden kann. Vor allem die enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Politik und Bürger*innen ist ein Vorbild für ganz Deutschland und darüber hinaus“, so Fell.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass auch kommunale Projekte international Beachtung finden, denn nur so, mit Engagement und Bürgernähe, kann der Ausbau der Erneuerbaren vorangetrieben werden, um die Klimaziele zu erreichen“, sagte Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerk Haßfurt GmbH. Der Bürgermeister der Stadt Haßfurt, Günther Werner, fügte hinzu: „Ich bin stolz darauf, dass wir hier in Haßfurt mit gutem Beispiel vorangehen. Auch wenn wir noch lange nicht dort sind, wo wir hinwollen.“

Denn das Ziel der Stadtwerk Haßfurt GmbH ist klar: Nullemissionen in allen Sektoren, nicht nur in kommunalen Vorzeigeprojekten, sondern in ganz Deutschland und weltweit. Das Beispiel Haßfurt zeigt, dass dieses Ziel auf kommunaler Ebene selbstständig erreicht werden kann – selbst, wenn die landesweiten politischen Rahmenbedingungen unzureichend sind. Denn, so führt Norbert Zösch im Rahmen der Fallstudie an, es fehlt beispielsweise an staatlicher Unterstützung für zukünftige Schlüsseltechnologien wie Power-to-Gas und für eine dynamische Strombepreisung, die den Ausbau der Erneuerbaren noch erheblich beschleunigen würden. Darüber hinaus geht aus dem Papier hervor, dass ein erweitertes Informationsangebot für Kommunalpolitiker*innen und verbesserte energiepolitische Kommunikation erheblich dazu beitragen können, die Energiewende aktiv und mit breiter Unterstützung der Bevölkerung voranzubringen.

Die klare Botschaft aus Haßfurt: Eine vollständige Versorgung mit 100% erneuerbaren Energien ist bereits heute möglich. Es geht nicht mehr um die Frage der Machbarkeit, sondern um eine effektive wie effiziente Umsetzung. Das Weißpapier der Coalition of Action und speziell die Fallstudie zur Stadtwerk Haßfurt GmbH präsentiert wichtige Erkenntnisse über die bereits bestehenden Möglichkeiten einer umfassenden Energiewende, sowie über die teils noch vorhandenen Hindernisse auf dem Weg zu Nullemissionen. Das Beispiel der Stadtwerk Haßfurt GmbH liefert eine essenzielle Blaupause für die kommunale und weitestgehend dezentrale Umstellung auf 100% erneuerbare Energien für Energieversorger in Deutschland, Europa und weltweit.

Zum White Paper „Towards 100% Renewable Energy: Utilities in Transition“:
https://coalition.irena.org/-/media/Files/IRENA/Coalition-for-Action/IRENA_Coalition_utilities_2020.pdf

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Über die Stadtwerk Haßfurt GmbH
Die Stadtwerk Haßfurt GmbH ist ein mittelständisches, kommunales Versorgungsunternehmen, das die Stadt Haßfurt und deren Stadtteile sowie den Gemeindebereich Theres zuverlässig mit Strom, Gas und Trinkwasser beliefert. In den letzten Jahren wurde der Bau und der Betrieb von regenerativen Erzeugungsanlagen und die Sektorkopplung mit der Produktion von grünem Wasserstoff im Versorgungsbereich der Stadtwerk Haßfurt GmbH konsequent vorangetrieben, sodass derzeit die bilanzielle regenerative Eigenversorgungsquote bei über 200% liegt. Das Stadtwerk Haßfurt hat sich an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt und arbeitet aktuell an einigen innovativen Speicherprojekten aktiv mit. Weitere Informationen finden Sie hier:  www.stadtwerkhassfurt.de

Über die Energy Watch Group 
Die Energy Watch Group (EWG) ist ein unabhängiges, gemeinnütziges, überparteiliches globales Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Parlamentarier*innen. Die EWG erstellt Forschungen und veröffentlicht unabhängige Studien und Analysen über die globale Energieentwicklung. Ziel der EWG ist es, der Energiepolitik objektive Informationen zu verschaffen.
Weitere Informationen finden Sie hier: www.energywatchgroup.org

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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