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Schlechte Luft führt zu mehr Corona-Toten

Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass schlechte Luftqualität auch zu höheren Todeszahlen durch die Corona-Pandemie führt. Yaron Ogen, Geowissenschaftler an der Uni Halle-Wittenberg hat diese Zusammenhang in vier europäischen Ländern – in Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland – untersucht. Von Franz Alt

Fünf Regionen hatten besonders hohe Stickstoffdioxid-Belastung. Ergebnis: 80% der Corona-Todesfälle traten in diese Regionen auf.

Stickstoffdioxide schädigen die Atemwege und begünstigen Atemwegs- und Herzkreislauf-Erkrankungen. Gegenüber der TAZ sagt Yaron Ogen: „Da das neuartige Corona-Virus ebenfalls die Atemwege befällt, liegt die Vermutung nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen der Luftverschmutzung und Todeszahlen bei Covid 19 geben könnte“.

Auch in den USA kommt eine Studie der Harvard-Universität zu ähnlichen Ergebnissen. Viele Menschen sterben dort an der Kombination Corona und schlechter Luftqualität, zum Beispiel an Feinstäuben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt seit langem vor den Gesundheitsfolgen der Luftverschmutzung. Sie führt global zu Millionen Toten jedes Jahr. Auch deshalb gibt es die Dieselfahrverbote in Deutschland. Luftverschmutzung trifft alle, aber die Ärmsten am meisten.

Doch was tut die deutsche Bundesregierung in dieser Gemengenlage von Corona und schlechter Luftqualität? Sie bremst die Energiewende aus, welche Abhilfe schaffen könnte. Im Schatten von Corona verkümmert die Energiewende. Seit über einem halben Jahr streiten CDU/CSU und SPD über den Mindestabstand von Windrädern zum nächsten Haus und ebenso über die Abschaffung des sogenannten Solardeckels. Von der Genehmigung eines Windrads bis zur Errichtung dauert es in Deutschland bis zu sechs Jahren und länger. Deshalb ist der Ausbau der Windenergie praktisch zum Erliegen gekommen und dasselbe droht jetzt mit dem Ausbau der Solarenergie. Millionen Menschen leiden und sterben an dieser Politik.

50 Gigawatt Solarstrom sind hierzulande bereits errichtet. Bei 52 Gigawatt soll die Förderung eingestellt werden. Dieser 52 Gigawatt-Deckel soll nach dem Willen der Groko zwar aufgehoben werden, aber das entsprechende Gesetz fehlt noch immer. Corona verdrängt alles und die Zusammenhänge werden nicht gesehen. Und kaum eine Zeitung berichtet darüber. Deshalb könnte schon im Juli 2020 Schluss sein mit dem weiteren Ausbau der Solarstromversorgung in Deutschland, wenn die Groko nicht endlich handelt.

So umsichtig diese Bundesregierung in der aktuellen Corona-Krise handelt, so leichtsinnig agiert sie bei der Energiewende und beim Klimaschutz. Das ist zukunftsblind und verantwortungslos gegenüber künftigen Generationen.

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