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Blühpflanzen für die Biogasanlagen

Das äußerst erfolgreiche Volksbegehren Artenschutz (Rettet die Bienen!) hat nicht nur in Bayern einer breiten Öffentlichkeit die Augen darüber geöffnet, wie dringend der Arten- und Naturschutz ist.

Die konventionelle Landwirtschaft mit ihrem intensiven Pestizideinsatz, ausgeräumten Landschaften und teilweise sogar Monokulturen ist einer der größten Verursacher des Artenverlustes, insbesondere bei Insekten. Daneben spielen auch andere Faktoren eine große Rolle, wobei der Klimawandel einer der Hauptverursacher des dramatischen Artensterbens auf der Erde ist.

Viele Naturschützer laufen in den letzten Jahren Sturm gegen Biogasanlagen, weil sie einen Automatismus zwischen Biogasanlagen und Maismonokulturen herstellen. Ja, natürlich gibt es verantwortungslose Landwirte, die Maismonokulturen bewirtschaften, wobei dieser Mais in die Tierfütterung, die menschliche Ernährung und eben auch in die Biogasanlagen wandert. Allerdings wird in der Diskussion oft übersehen, dass die meisten Biogasbauern eben keine Monokulturen, sondern in Fruchtfolge auf ihren Äckern anbauen. Noch besser ist es allerdings, die neuen Entwicklungen mit Blühpflanzen auf den Äckern als Biogaslieferant zu unterstützen.

Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hat gerade in einer Pressemitteilung auf die erfolgreiche Entwicklung des Wildpflanzeneinsatzes für Biogasanlagen hingewiesen.

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt zusammen mit Agrokraft im Landkreis Rhön- Grabfeld in meinem früheren Wahlkreis, wurden nun ermutigende Ergebnisse vorgestellt.

Zwar ist der Biomasseertrag von den Blühpflanzenäckern im Schnitt etwa 50% geringer. Dafür profitiert aber die Natur sehr. Mittel aus dem bayrischen Naturschutzfonds haben in dem Projekt der Agrokraft einen finanziellen Ausgleich für die teilnehmenden Biogaslandwirten geschaffen.

Profitiert haben Bienen, Insekten, die Umwelt insgesamt und auch die Anwohner, die sich an dem Anblick der vielen Blühpflanzen auf den Biogasäckern erfreuen.

Eingesetzt wird der Veitshöchheimer Hanfmix. Er umfasst 25 Pflanzenarten und zeichnet sich durch viele langsam reifende Arten aus. Das verhindert eine zu frühe Verholzung der Pflanzen und verlängert das Erntefenster. Der Hanfmix ist für das Niederwild, für Vögel, Fledermäuse und Insekten attraktiv. Neben Honigbienen und Hummeln profitieren auch solitäre Wildbienen.

Diese Entwicklung zeigt auf, wohin es flächendeckend gehen muss: Die Landwirtschaft wieder in eine Vielfalt der Pflanzen überzuführen und Monokulturen zu vermeiden. Gerade die energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist dafür bestens geeignet, da die Biogasanlage ja alle Arten von Pflanzen vertragen und nicht nur die, die für die menschliche oder tierische Ernährung hochgezüchtet wurden.

Mit Blühpflanzen auf dem Biogasacker wird Artenschutz gleich doppelt befördert: Mit neuen Lebensräumen für viele Arten und zur Bekämpfung des Klimawandels mit CO2-neutraler Energiebereitstellung, statt hoher Klimagasemissionen aus dem Erdgas.

Viele Naturschützer sollten also umdenken und nicht die Biogasanlagen an sich bekämpfen, sondern sich für Biogasanlagen und den flächendeckenden Einsatz von Blühpflanzen einsetzen. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ kann dazu einen erheblichen Anstoß geben.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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