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Wird die Klimaschutzkonferenz in Polen den Durchbruch bringen?

Letzten Montag hat in Katowice, Polen die 24. Klimaschutzkonferenz der UN (COP 24) begonnen.

Große Hoffnungen ruhen darauf, dass endlich der Durchbruch für wirklich wirksamen Klimaschutz gelingen kann.

Heute schon sind bei 1,1°C Erderwärmung die Katastrophen unerträglich und allgegenwärtig. Die Schlagzeilen von weltweiten Klima- und Umweltkatastrophen erinnern an Verhältnisse wie im Krieg. Durch die kalifornische Dürreperiode und Waldbrände wurden 300.000 Menschen an einem einzigen Wochenende im November 2018 zumindest zeitweise aus ihren Häusern vertrieben. 7.000 Häuser sind an nur einem Wochenende verbrannt. Solche Meldungen hören wir sonst nur aus Kriegsgebieten wie Syrien. Die Stadt Paradise (27 000 Einwohner) wurde vollständig zerstört.

Der Krieg, den die Menschheit mit der Natur aufgenommen hat, wird immer heftiger und nur die Natur kann diesen gewinnen. Die Menschheit kann das Zusammenspiel zwischen Mensch und Natur nur zukunftsfähig gestalten, wenn sie endlich unsere Natur schützt, statt sie zu zerstören. Im Zentrum steht, endlich aufzuhören, Emissionen zu verursachen und in großem Stile grüne Kohlenstoffsenken zu schaffen.

Kurz vor der anstehenden jährlichen Klimakonferenz, die am Montag begann, warnte ein neuer Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) eindringlich vor den noch immer unzulänglichen Klimaschutzmaßnahmen. Der Emissions Gap Report 2018zeigt, dass die weltweiten CO2-Emissionen Rekordwerte erreicht haben. Sie sind 2017 auf einen historischen Höchstwert von 53,3 Gigatonnen gestiegen, im Gegensatz zu noch konstanten Werten in den drei Vorjahren. Von diesem „Stillstand“ hatten sich viele schon eine Trendwende hin zu weniger Emissionen und mehr Klimaschutz erhofft und 2018 scheint nochmals einen neuen Rekord zu ergeben.

„Wenn der IPCC-Report globalen Feueralarm gegeben hat, dann ist dieser Report hier die Brandursachenermittlung“, beschrieb Joyce Msuya, stellvertretende Exekutivdirektorin von UNEP, die eindringlichen Botschaften des aktuellen Berichts, sowie der kürzlich veröffentlichten Mahnung des Weltklimarates IPCC, den Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Um dieses 1,5° Grad-Ziel erreichen, müssten die Maßnahmen verfünffacht werden, so beziffert der Bericht. 29 Gigatonnen Treibhausgase müssten mehr eingespart werden, als die bisherigen Planungen anstreben. Bliebe es beim Status Quo mit den aktuellen, unzulänglichen Versprechen, so würde sich die Erde mindestens um 3°C erwärmen.

Im Klartext heißt dies, dass alle bisherigen 23 Klimaschutzkonferenzen keinen Klimaschutz bringen konnten. Selbst der viel gelobte Beschluss der Klimaschutzkonferenz in Paris hat bisher nichts Wirksames bewirkt.

Im Wesentlichen liegt dies daran, dass auf die falschen Strategien gesetzt wurde: Emissionsminderung, statt Nullemissionen und grüne Kohlenstoffsenken mit Biolandwirtschaft, Aufforstungen und Biokohle in die Böden.

Doch weiterhin setzt selbst der Weltklimarat nur auf Emissionsminderung, statt endlich eine Nullemissionswirtschaft spätestens ab 2030 zu fordern. So hat auch der Weltklimarat immer noch keine Strategie zur Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien vorgeschlagen, was aber für eine Weltwirtschaft ohne Emissionen den alles entscheidenden Kernpunkt darstellt.

Mit der Energy Watch Group (EWG) werde ich nächste Woche auf der COP24 aufzeigen, dass eine Nullemissionswirtschaft im Energiesektor mit 100% Erneuerbaren Energien nicht nur technisch möglich ist, sondern auch ökonomisch sinnvoll und dringend notwendig für unsere Erde. In Katowice wird die EWG zusammen mit der Lappeenranta Universität in Finnland (LUT) erstmals aufzeigen, wie in Europa 100% Erneuerbare in allen Energiesektoren realisiert werden können. Die Ergebnisse durch die komplexe Hochrechnung für alle Sektoren, die von der LUT unter der Leitung von Prof. Dr. Christian Breyer durchgeführt wurde, sind bisher einmalig und somit von höchster Bedeutung für die Politik.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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