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Windkraftausbau in Deutschland bricht massiv ein, sogar schneller als befürchtet

Der Windkraftausbau bricht in Deutschland massiv ein, schneller und tiefer als von vielen erwartet. Das zeigen die neuesten Zahlen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), veröffentlicht vom Umweltbundesamt (UBA) für das erste Halbjahr 2018.

Netto wurden im ersten Halbjahr nur etwa 1.633 Megawatt an neu installierter Windenergieleistung an Land und auf See gemeldet – ein Rückgang um über 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.880 Megawatt) und der schwächste Wert in einem ersten Halbjahr seit 2013.

Der wegen der EEG-Novelle 2017 erwartete Einbruch beim Windkraftzubau kommt damit sogar schneller und tiefer. Offensichtlich greifen neben der EEG-Novelle, die mit dem Wechsel zu Ausschreibungen vor allem den Energiegemeinschaften die Investitionsgrundlagen weitgehend entzogen, auch andere sich verschärfende Hemmnisse. Dies dürften insbesondere die 10H-Regelung in Bayern sein und die sich verschärfenden Attacken von Windkraftgegnern und von Naturschützern wie dem NABU, der gegen immer mehr Windkraftplanungen klagt, obwohl sie definitiv keine Bestandsgefährdung von Vogelpopulationen darstellen. So behindert er selbst den eingeforderten Klimaschutz.

Ausführlich hatte ich, wie viele andere auch, in einer Stellungnahme an die Bundestagsabgeordneten 2016 bereits vor dem Rückgang des Windkraftausbaus, wie auch anderer Erneuerbaren Energien in Deutschland gewarnt, wenn die EEG-Novelle 2017 durchgesetzt wird.

Doch diese Warnungen und Analysen interessierten die Abgeordneten von Union und SPD nicht wirklich, wie aus den Antworten zu meinem Brief an alle Abgeordneten im Bundestag hervorging.

Auch heute interessiert Union, SPD, AfD und FDP wenig, dass nun zehntausende Jobs in der Windbranche Stück für Stück verloren gehen. Die meisten Medien berichten auch nur marginal darüber, aber umso ausführlicher über die drohenden Jobverluste bei der Kohle infolge eines längst nicht beschlossenen Kohleausstieges.

Wer nur die Überschrift der Pressemitteilung des UBA liest, fühlt sich mit dem Erfolg der Energiewende erneut bestätigt, merkt aber nicht, dass die Rekordökostromerzeugung weniger mit dem Zubau von Ökostromanlagen zusammenhängt, sondern vor allem mit einem ersten Halbjahr, wo besonders viel Wind wehte und besonders viel die Sonne schien. Das Wetter aber kann sich bald wieder ändern. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien aber bleibt in Deutschland auf sehr niedrigem Niveau hängen. Der faktisch beendete Zubau von Anlagen bei Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie und der nur leicht sich erholende Zubau bei Solaranlagen ist alles andere als tragfähig. Um die Pariser Klimaziele zu erfüllen braucht es eher eine Verzehnfachung des jährlichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien.

Selbst der Bundesverband Windenergie (BWE) kommt nur mit der Minimalforderung nach Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgelegten Sonderausschreibung, statt endlich wieder die Forderung nach Rücknahme der verfehlten EEG-Novellen offensiv einzufordern: Es braucht eine Rückkehr zu einer modernen Einspeisevergütung, statt der bürgerenergiefeindlichen Ausschreibungen im EEG.

Sogar angesichts eines Rekordhitze und Dürresommers in Deutschland, angesichts schlimmster Jahrhundertfluten in Indien, Waldbränden in Griechenland, Kalifornien, Portugal u.a. gehen die Regierungspolitiker zur Tagesordnung über und akzeptieren achselzuckend, dass in Deutschland so gut wie kein Klimaschutz mehr stattfindet. Wir brauchen endlich einen Neustart der Energiewende mit dem Ziel von 100% Erneuerbaren Energien bis 2030.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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