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Die solare Bewegung von unten wächst wieder

Angesichts der Blockaden in Deutschland gegen den Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien spüren immer mehr Menschen, dass sie selbst wieder die Aktivitäten verstärken müssen. Die Schülerbewegung Fridays for Future ist eine starke Bewegung dafür.

Die Jahrestagung 2019 der bayerischen und österreichischen Solarinitiativen (ABSI) in Rosenheim platzte dieses Jahr  aus allen Nähten. Über 500 Teilnehmer besuchten dieses Jahr die Tagung und die Vorträge – auch ein gutes Zeichen, dass die Klimaschutzbewegung von unten wieder an Fahrt zunimmt.

Bestätigt wurde der Sprecherrat der ABSI auch mit meiner Sprecherratfunktion. Ein hervorragendes Programm mit herausragenden Rednern und Rednerinnen bestach in seiner hohen Qualität.

Wissenschaftler wie Volker Quaschning stellten die großen Defizite der deutschen Politik heraus und was stattdessen erforderlich ist. Harald Lesch, bekannter Fernsehphysiker, stellte die dramatischen Entwicklungen der Erdüberhitzung allgemeinverständlich dar, ohne die wissenschaftliche Exaktheit zu verwässern.

MdL Patrick Friedl stellte den aktuellen Stand des Volksbegehrens „Klimaschutz in die Bayerische Verfassung“ dar und erklärte, dass die Unterschriftensammlung weiter gehen muss, da der Gesetzesentwurf der Staatsregierung vollkommen unzulänglich ist.

Die verabschiedete Resolution ist hervorragend. In aller Kürze werden die wichtigsten Maßnahmen von der Bayerischen Staatsregierung eingefordert, um eine Umstellung der Energieversorgung in Bayern auf 100% Erneuerbare Energien bis 2030 möglich zu machen. Diese Resolution kann als Grundlage dienen, um auch in anderen Ländern und bei der Bundesregierung die erforderlichen politischen Maßnahmen zu beschreiben und einzufordern.

Resolution

der 26. Jahreskonferenz im Februar 2019, der Bayerischen Solar-Initiativen

an die Bayerische Staatsregierung, Ministerpräsident Dr. Markus Söder

  1. Kein Wechsel von Atomenergie zu zentralen Erdgaskraftwerken, da der CO2-Anteil entgegen der Pariser Klimaschutzverträge, in allen Energiesektoren völkerrechtswidrig steigen würde.
  2. Blockaden gegen den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bayern beseitigen.
  3. Ziel sollte sein, bis 2030 in Bayern 100 % Erneuerbare Energien zu schaffen, über alle Energiesektoren. (Notwendigkeit leitet sich aus den Pariser Klimaschutzzielen ab).
  4. Spezifische Bayerische Aktivitäten:
  • Verfassungsänderung mit Aufnahme Klimaschutz und Umbau auf 100 % Erneuerbare Energien
  • Offensive für einen dezentralen Ausbau mit 1.000 Investitionen in 100 % Erneuerbare Energien Vollversorgungsobjekte (jegliche Wohnhäuser, öffentlicher Bauten, Krankenhäuser, Unternehmen) mit viertelstundengenauer und netzsystemdienlicher Bedarfsdeckung (Verringerung des Netzausbaukosten).
  • Offensive für regionale Direktvermarktung (Stadt – Umland) von Ökostrom
  • Windkraft: Aufhebung 10H Gesetz; Zonierungen in Naturparks für  Windkraftausbau
  • Solar: Privilegierung von Baugenehmigungen für PV – u.a. PV-Carport. Offensive für AgroPV. Solarthermieausbau mit saisonalen und netzdienlichen Wärmespeichern für Fern- und Nahwä
  • Bioenergie: Offensive für Biogas Anbaubiomasse aus ökologischem Anbau und der Grünflächenpflege;
  • Wasserkraft: Ausbau und Leistungserhöhung von Wasserkraft mit Techniken, die Fischnullmortalität kö Flexibilisierung der Pegelmarken (Eichpfahl) für Regelenergie1.
  • Erdwärme: Massiver Ausbau in Südbayern mit Tiefenerdwärme (Unterhaching = Strom und Wärme)
  • E-Mobilität: Bayerische Bauordnung und WEG anpassen für Ladestationen in den Mietwohnungsbereichen und Wohnungseigentümergemeinschaft. 10.000-Fahrzeugprogramm für netzdienliches bidirektionales EE-Laden.
  • Bauen: energetische Altbausanierung mit 5 % jährlicher Sanierungsrate, Quartierausbau mit 100 % Erneuerbare Energien (Strom, Wärme, Verkehr). Heizungsumstellungsprogramm auf Erneuerbare Energien. Sonderförderung Solar Mieterstrom-Anlagen.
  • Speicher: Offensive für Speichertechnologie: Chem. Batterien, Power-to-Gas, Power-to-X, Pumpspeicher, netzdienliche Groß-Wärmespeicher, sonstige kinetische Speicher, Schwungrad und 1 siehe g)
  • Organische Abfälle: Verbrennung von Klärschlamm und anderen organischen Abfällen beenden (große Mengen an CO2), stattdessen Offensive für die Wandlung dieser Stoffe in Biokohle. Nutzung von Biokohle als Bodenverbesserer und als Grundstoff für selbst abbaubare Biokunststoffe.
  • Nahwärmesysteme auf Basis EE mit netzdienlichen und / oder Saisonal-Speichern
  1. Bundesratsinitiativen:
  • Wiedereinführung der EEG-Einspeisevergütung für Investitionen unterhalb 40 MW. Ausschreibungen nur für oberhalb 40 MW für Wind, PV & Bioenergie
  • Entbürokratisierung des EEG und EWG bzgl. EE und Abschaffen entsprechend der EU Forderung bekannter Hemmnisse (EEG Umlage, Steuern) auf Eigenverbrauch, Eigenerzeugung. Recht auf Sonne schaffen.
  • Einführung einer neuen EEG Vergütung (Kombikraftwerksvergütung) für Investitionen mit 100 % Erneuerbaren Energien, stundengenauer ganzjähriger Bedarfsdeckung und Netzsystemdienlichkeit (Spannungs-, Frequenzhaltung, Schwarzstartfähigkeit). 
    • Nachfolgeregelung für Post EEG Anlagen mit dem Ziel alle weiter zu betreiben oder zu modernisieren (z.B. Windkraftrepowering, Solaranlagenrepowering).
  • Novellen der Mieterstrom VO und der Direktvermarktung VO mit dem Ziel, dass diese VO auch gemäß den eigenen Zielen erfolgreich werden.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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