Bayern schafft wegen schwachem Ökostromzubau weder Atomausstieg noch Klimaschutz

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner täuscht die Öffentlichkeit, da sie behauptet, dass der Freistaat beim Ausbau der Erneuerbaren Energien weit über Plan liege. 

Denn in den nächsten Jahren wird der heute schon zu schwache Ökostromausbau noch weiter einbrechen.

2016 beruhte der Zubau der Ökostromerzeugung im Wesentlichen auf Windkraft, da noch viele vor Inkrafttreten der 10H Regelung genehmigte Altanträge verwirklicht wurden. Der Neuzubau aus Windkraft wird aber in den nächsten Jahren deutlich zurückgehen, da die 10H Gesetzgebung ja fast zu einem Erliegen der Neuanträge führt. Der Zubau von Solarstromanlagen von 279 MW in Bayern hat nicht einmal die in 2016 schlechtere Solarstrahlung ausgeglichen, weshalb die Solarstromerzeugung 2016 sogar zurückging. Wie erschreckend niedrig der Solarausbau in Bayern ist, zeigt sich im Vergleich mit dem Rekordjahr 2010, wo die Bayern noch 2389 MW neue PV-Anlagen zubauten.

Auch 2017 zeigt sich keine ernsthaft Steigerung des PV-Zubaus in einer Größenordnung, wie sie um 2010 herum erfolgreich war. Vielmehr dümpelt der jährliche Solarausbau auf einem Niveau wie vor 2003.

Die bayerische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen lädt daher am kommenden Samstag zum Regionalen Energiekongress nach Aschaffenburg ein. Der Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig, energiepolitischer Sprecher seiner Fraktion, erhofft sich von der Veranstaltung Impulse, wie die Energiepolitik auf Bundes-, Landes-, aber auch kommunaler Ebene aussehen muss, um dem Atomausstieg und den Klimazielen in Bayern und Deutschland gerecht werden zu können.

Am Samstag, 18. November, werden neben anderen Experten von 10:30 Uhr bis 16:00 Uhr MdL Martin Stümpfig und die Grünen-Bundestagsabgeordnete Dr. Manuela Rottmann zu Wort kommen.

Ab 15:00 Uhr werde ich „Die Energiewende in Deutschland aus globaler Sicht“ beleuchten. Hierbei gilt es auch die Situation in Bayern vom bundespolitischen Blickwinkel zu betrachten. Dabei ist festzuhalten, dass Bayern seine 2011 formulierten eigenen energiepolitischen und klimapolitischen Ziele mindestens so deutlich verfehlen wird wie der Bund, wenn nicht drastisch umgesteuert wird. Ob es im Bund hierzu kommen kann, hängt vom Ausgang der Sondierungs- und evtl. anschließenden Koalitionsgesprächen zwischen CDU, CSU, FDP und Grünen ab.

In Bayern sind die Aussichten auf Besserung unter einer CSU-geführten Regierung schlecht. Das Aus für die Pflanzöl-Mühlen, das Abwürgen der Biomasse-Verstromung, die Restriktionen für den Photovoltaik-Ausbau und das faktische Ende des Windkraft-Zubaus durch die 10-H-Abstandsregelung in Bayern hat überwiegend die CSU (mit) zu verantworten.

Wer die Energiewende derart hintertreibt, trägt auch die Verantwortung für das Ausmaß von überregionalen Stromtransfers. Wer die dezentrale Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien derart massiv behindert, der will entweder den Wiedereinstieg in die Atomenergie und Existenzsicherung der dreckigen Kohleverstromung oder braucht schleunigst zusätzliche Stromautobahnen von Nord- nach Süddeutschland. Möglicherweise hat die CSU aber auch das noch unausgesprochene Ziel einer erneuten Laufzeitverlängerung für Atomkraft im Hinterkopf.

Kurzentschlossene können sich unter folgendem Link noch heute und morgen anmelden: 

https://www.gruene-fraktion-bayern.de/termine/2017/regionaler-energiekongress-unterfranken

oder direkt im Büro von Martin Stümpfig - Tel: 089 4126-2882 - Fax: 089 4126-1882 - E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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