Solarthermie braucht wesentlich größere staatliche Unterstützung

In der Abschlussrede skizzierte ich den politischen und technologischen Weg hin zu einer Welt mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien. Genau diese Forderung stand auch im Mittelpunkt der Abschlusserklärung der Konferenz.

In vielen Konferenzbeiträgen stellten Forscher und Unternehmer ihre Arbeit an wichtigen Lösungsansätzen für den Beitrag der solaren Wärme heraus: Solarkollektoren, die mit großen Wärmespeichern ganze Distrikte im Winter mit der solaren Wärme des Sommers heizen; viele verschiedene Technologien, die solare Wärme zum Kühlen benutzen; Konzentrierende Solarspiegel Technologien (CSP), die Strom, Wärme, entsalztes Wasser oder chemische Prozesswärme bereitstellen. 

Vielfach wurde beklagt, dass die politische Unterstützung und Wahrnehmung angesichts des großen weltweiten Erfolges der Fotovoltaik abnimmt. So stellen auch die vielen aus Deutschland angereisten Forscher und Unternehmer fest, dass solare Wärme und Kühlung gerade in Deutschland kaum mehr politische Unterstützung bekommt. Die stagnierende Nutzung von Erneuerbaren Energien im Wärmesektor seit 2010 ist dafür bezeichnend und sogar eine der Hauptursachen für das zunehmend dramatische Versagen Deutschlands beim Klimaschutz. Noch immer sind Öl- und Gasheizungen die dominante, aber eben auch viel CO2-emittierende Heizungstechnologie. Genau diese müssen mit Erneuerbaren Energien abgelöst werden.

Welche innovativen Technologien dafür zur Verfügung stehen, konnte auf dem ISES Weltkongress Solar World verfolgt werden. Nicht nur in Deutschland, sondern weltweit muss die Unterstützung dafür massiv verstärkt werden, damit parallel zur Fotovoltaik auch dieser technische Zweig der Erneuerbaren Energien stark wachsen kann. Eine Welt mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien braucht genau auch diese Techniken, die zusammen mit Wärmespeichern die Integration von allen Erneuerbaren Energien in allen Energiesektoren bestens befördern kann.

In Abu Dhabi lud mich auch die International Renewable Energy Agency (IRENA) ein, um ein Webinar zu den besten politischen Instrumenten für eine schnelle Durchdringung mit Erneuerbaren Energien zu erreichen. Fast 300 interessierte Teilnehmer weltweit schalteten ein und diskutierten mit. Im Mittelpunkt der Präsentationen von Diala Hawila vom IRENA Office und mir standen die neuesten gesetzlichen Entwicklungen. Insbesondere ist zu hinterfragen, ob der Wechsel weg von Einspeisevergütungen hin zu Ausschreibungen, wie er vor allem in Deutschland in den letzten Jahren vollzogen wurde, tatsächlich eine gute Entwicklung darstellt, so wie es von der deutschen Regierung, insbesondere von Staatssekretär Rainer Baake, unentwegt behauptet wird. In meiner Präsentation konnte ich herausstellen, dass damit keine schnellere Kostensenkung der Erneuerbaren Energien verbunden ist, stattdessen aber ein dramatischer Rückgang der Bürgerbeteiligung zu verzeichnen ist.

Präsentation zum Webinar

Hans-Josef Fell in seiner Abschlussrede auf dem Solar Welt Kongress von ISES in Abu Dhabi November 2017
Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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