Hohe Netzstabilisierungskosten sind Ergebnis eines fehlenden dezentralen Ökostromausbaus

Viele Fehlentwicklungen der letzten Jahre zeigen dies immer deutlicher. Schon 2016 nahm die Stromerzeugung in Bayern durch das Abschalten des AKW Grafenrheinfeld gegenüber dem Vorjahr um 5,5 % ab, weil wegen der 10 H-Regelung und dem Wechsel zu Ausschreibungen im EEG in Bayern fast nichts mehr in Erneuerbare Energien investiert wird. Es musste schon vermehrt Strom aus anderen Regionen nach Bayern fließen, da es keinen nennenswerten Zubau mit Erneuerbaren Energien mehr in Bayern gibt.

Nun ist an Silvester auch endlich der Block B im Kernkraftwerk Gundremmingen abgeschaltet worden. Das bedeutet aber, dass wegen weiterhin fehlendem Erneuerbare-Energien-Ausbaus in Bayern die zeitliche und räumliche Ungleichheit von Stromproduktion in Deutschland weiter verschärft werden wird. Die Südlink-Stromtrasse wird hier nur teilweise helfen und erst 2025 fertig sein.   

Der ungenügende dezentrale Ausbau von Ökostrom und Speichern ist daher zusammen mit der fehlenden Abschaltung von unflexiblen Kohlekraftwerken ursächlich für die hohen Netzeingriffskosten von Tennet. Die Kohlekraftwerke sitzen ja gerade auch vielfach im Norden und Osten, genau dort wo viel Windstrom erzeugt wird und produzieren auch in windstarken Zeiten weiter munter Strom, den niemand braucht. Mit dem Abschalten von Gundremmingen B wird sich die Schieflage von Norden nach Süden weiter erhöhen und die Kosten für die Netzabschaltungen werden in 2018 weiter steigen.

Das einzig Richtige gegen die weitere Steigerung der Netzstabilisierungskosten ist der steile aber flächendeckende dezentrale Überall-Ausbau der Erneuerbaren Energien zusammen mit Speichern unter gleichzeitigem Abschalten der Kohle. Aber genau das verhindert schwarz-rot-gelbe Politik.

Notwendig wären gesetzliche Maßnahmen, die die hohe Bereitschaft und Businessmodelle vieler Start-ups und etablierter Unternehmen stützen, um den Schwankungsausgleich von Sonne und Wind mit Investitionen in 100% Vollversorgungsprojekte vor Ort zu schaffen. Das würde auch mit direkten Erzeuger-Kunden-Beziehungen unterstützt.

Dass dies immer mehr Investoren anstreben und trotz den in Deutschland eher verhindernden gesetzlichen Rahmenbedingungen doch vereinzelt schaffen, ist erfreulich aber zu langsam.

Wir brauchen die Ökostromdirektvermarktung aber nicht nur mit direktem Stromverkauf von großen Windparks an Großkunden wie Amazon, sondern auch in der Region, um die Haushaltsstromkunden mehr in die Direktvermarktung einzubinden.

Mit einer EEG-Kombikraftwerksvergütung zusammen mit einer wirklich funktionierenden Direktvermarktungs-Verordnung kann die Versorgungssicherheit mit Erneuerbaren Energien schnell und kostengünstig gelingen, womit dann die Netzkosten der Übertragungsnetzbetreiber stark reduziert werden können. 

Direktvermarktung von Ökostrom und eine EEG-Kombikraftwerksvergütung würden einen steilen aber versorgungsicheren Ausbau der Erneuerbaren Energien sichern und so unter Abschaltung der Kohlekraftwerke auch die hohen Netzstabilisierungskosten schnell verringern, lange bevor die neuen Leitungen fertig sind. 

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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