Atomgeschäfte treiben japanischen Konzern Toshiba in die Insolvenz

In den vorgelegten Neun-Monats-Zahlen belief sich der Verlust auf etwa 4,7 Mrd. Euro, etwa eine halbe Milliarde mehr als zunächst angenommen. Letzte Woche gab Toshiba zudem eine Warnung heraus, dass es ernsthafte Zweifel gäbe, ob sich das Unternehmen langfristig retten könne. Ein Gesamtverlust zum Abschluss des Finanzjahres Ende März von bis zu 8,4 Mrd. Euro wird erwartet.  Viele Analysten sehen Toshiba jedoch zu groß zum Scheitern und gehen davon aus, dass die japanische Regierung im Notfall einspringen würde, um die mehr als 100.000 heimischen Arbeitsplätze zu retten.

Seit Jahresbeginn ist die Aktie der 142 Jahre alten japanischen Ikone bereits um 23 % (Stand: 18.04.17) eingebrochen und der Verbleib Toshibas an der Börse ist zudem gefährdet. Neben den finanziellen Problemen kommen nun auch noch politische hinzu. Die neue amerikanische Regierung teilte mit, dass es Beratungen mit Japan gäbe, um zu verhindern, dass nach dem Abstoßen von Westinghouse sensible Daten und Infrastruktur in chinesische Hände fallen.

Um sich mittelfristig finanziell Luft zu verschaffen und eine mögliche Insolvenz noch abzuwenden, denkt der Konzern derzeit über den teilweisen Verkauf seiner hochprofitablen Chip-Sparte nach, für die es bereits auch schon mehrereInteressenten zu geben scheint.

Dass das finanzielle Desaster der Atomgeschäfte von Toshiba kein Einzelfall ist, zeigt auch die Entwicklung beim französischen Atomkonzern AREVA. Am 1. März veröffentlichte AREVA seine Bilanzzahlen von 2016, welche eine Nettoverschuldung von etwa 1,47 Mrd. Euro ausweisen, nachdem der Konzern bereits 2016 größtenteils vom staatlich geförderten Energieunternehmen EdF übernommen werden musste. Der Schuldenberg von EdF wuchs dadurch auf über 37,4 Mrd. Euro an. AREVA geriet schon vor Jahren in finanzielle Probleme, weil die Verzögerungen und Kostensteigerungen der Atomneubauprojekte Olkiluoto in Finnland und Flamanville in Frankreich die Bilanz hoch belasten. Es ist zu vermuten, dass auch das britische Neubauprojekt weitere Belastungen in Milliardenhöhe hervorrufen wird. AREVA konnte kürzlich nur durch weitere hohe staatliche Subventionen vor dem Konkurs gerettet werden. Damit wurde aber der französische hochverschuldete Staatshaushalt weiter mit Milliardenkosten belastet. Werden die Schulden nicht abgebaut, könnte sogar die Zerschlagung des Konzerns durch den französischen Staat drohen.

Es wird Zeit, dass die alten Köpfe der Atompolitiker und Atommanager endlich begreifen, dass das Atomzeitalter dem Ende zugeht und eine weitere Stützung der Atomwirtschaft nur noch Staatshaushalte in den Ruin treibt.  

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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